Gesundheitsregion E-Health Braunschweig

eHealth.Braunschweig: Modellregion patientenzentrierter Versorgung

Move the information, not the patient“. Dieser Slogan bringt die Leitidee des Projektes eHealth.Braunschweig auf den Punkt. Das Ziel des im April 2009 initiierten Projektes ist es sich der Herausforderung zwischen IT, Versorgung und Gesundheitswirtschaft zu stellen. Über eine Förderlaufzeit von drei Jahren widmen wir uns verstärkt den Themenfeldern intelligentes Wohnen/ altersgerechte Assistenzsysteme, optimiertes Einweisungs- und Entlassmanagement, elektronische Pflegeüberleitung, MRSA-Register sowie Dokumentation in der Pflege.

Zahlen, Daten und Fakten

Fläche: 192,13 km²
Einwohner: (Stand: 31.12.2008) 246.012
Anzahl der Krankenhäuser und Kliniken: 9
Pflegeeinrichtungen: 36
Anzahl Kassen- und Privatärzte, Kassenpsychotherapeuten: 593

Kontakt

Braunschweiger Informatik- und Technologie-Zentrum (BITZ) GmbHMühlenpfordtstraße 23, 4.OG
D-38106 Braunschweig

Ansprechpartner: Dr. Maik Plischke
Tel.: + 49 – (0)531 – 391 – 9510
Tel.: + 49 – (0)531 – 391 – 9500 (Sekretariat)
Fax: + 49 – (0)531 – 391 – 9502

Internet: www.bitz.it
E-Mail: info@bitz.it

 

Der Begriff eHealth fasst neue Informations- und Kommunikationstechnologien zusammen, die mit dem Ziel eingesetzt werden, die Interaktion zwischen dem Patienten und dem Leistungserbringer zu verbessern, die Übertragung (der Behandlungs-)Daten schnell und sicher zu gewährleisten sowie die Kosteneffizienz der Gesundheitsbranche zu optimieren. Der Anteil der Kosten, die aufgrund von Redundanz und Ineffizienz im Gesundheitswesen verursacht werden, wird aktuell auf 25 bis 40% geschätzt (Quelle: Roland Berger, E-Health: Wachstumsperspektiven für die Telekommunikation, 2009). Somit bietet der Einsatz neuer IuK-Techniken vor allem in diesem Sektor enorme Potenziale, die es auszuschöpfen gilt. Durch eine verbesserte Vernetzung aller Leistungsanbieter können Kosten gesenkt und gleichzeitig die Qualität der Behandlung deutlich angehoben werden.

Entlang der Versorgungskette vom Notfall zu Hause, über die ambulante und stationäre Versorgung, bis hin zu ambulanten oder stationären Pflege werden in Braunschweig Best-Practice-Beispiele etabliert. Hervorzuheben ist der Ansatz sich auf unterstützende einrichtungsübergreifende Prozesse sowie die Einbindung der zu entwickelnden Lösungen in den Versorgungskontext und deren Nachhaltigkeit zu konzentrieren und eben nicht auf die technische Machbarkeit.

 Braunschweig stellt mit der höchsten Wissenschaftlerdichte die forschungsintensivste Region in Europa dar und bietet daher eine hervorragende Ausgangsposition für die Umsetzung der unten genannten Ziele. Neben den federführenden Beteiligten, wie dem Peter L. Reichertz Institut für Medizinische Informatik der Technische Universität Braunschwieg und der Medizinische Hochschule Hannover, dem Braunschweiger Informatik- und Technologie-Zentrum (BITZ) GmbH, dem etablierten Softwarehaus LINEAS GmbH sowie dem Städtischen Klinikum Braunschweig, bereichern und unterstützen zahlreiche weitere Unternehmen und Einrichtungen das Netzwerk.

Konkret sollen mit der Schaffung des Gesundheitsnetzwerkes Braunschweig folgende Ziele erreicht werden:

  1. Identifikation, Konzeptionalisierung und prototypische Umsetzung neuer vernetzter Versorgungsdienste sowie von IuK-Werkzeugen zur Unterstützung der Zusammenarbeit in einem regionalen Gesundheitsnetzwerk

  2. Herstellung der Interoperabilität medizinischer Informationssysteme zur Unterstützung der patientenzentrierten Versorgung

  3. Überprüfung der neuen IuK-basierten Dienste im Gesundheitsnetzwerk auf ihren Beitrag zur Versorgungsqualität und -effizienz

  4. Schaffung einer Organisationsstruktur zur Unterstützung des systematischen Aufbaus und der systematischen Weiterentwicklung des Gesundheitsnetzwerks.

Durch die Einbindung verschiedenster Akteure (Seniorengruppen, Kassenärztliche Vereinigung, Kliniken, Kostenträger, ambulante und stationäre Pflege, Gesundheitsamt etc.) aus den entsprechenden Sektoren der Gesundheitswirtschaft wurden problembehaftete Prozesse analysiert und Arbeitspläne aufgestellt.

Agiert wird dabei immer aus Sicht des Patienten, ganz im Sinne einer patientenzentrierten Versorgung. Nur so können Lösungen konzipiert und umgesetzt werden, um die sektorenübergreifende Prozesse neu zu gestalten und mit IT zu unterstützen. Die Prozessgestaltung und Entwicklung neuer Softwarelösungen, erfolgt in direktem Austausch mit den ambulanten, stationären und pflegerischen Leistungserbringern. Des Weiteren werden durch die Einbindung verschiedenster Partner aus der freien Wirtschaft, wie bspw. IT-Unternehmen oder auch die Wohnungswirtschaft, sowie die Anbindung von Handwerkskammer nachhaltige Konzepte für einrichtungsübergreifende Versorgung in einem Netzwerk und altersgerechte Assistenzsysteme entwickelt.