Partnerschaften für die Gesundheitswirtschaft OWL

Die Gesundheitswirtschaft in Ostwestfalen-Lippe (OWL) ist ein wichtiger Träger des Strukturwandels. In der Region OWL leben 2,1 Mio. Menschen, das sind etwa 11,5 Prozent der Bevölkerung NRWs. In der Gesundheitswirtschaft arbeiten 117.600 Menschen. Während insgesamt in OWL die Beschäftigtenzahl zwischen 1999 und 2005 um etwa 30.000 Stellen zurückgegangen ist, sind in der Gesundheitswirtschaft mehr als 7.000 neue sozialversicherungspflichtige Stellen hinzugekommen.

Zahlen, Daten und Fakten

Einwohner: 2,1 Mio.

Fläche: 6.500 km²

Anzahl der Krankenhäuser und Rehakliniken: 124

Beschäftigte in der Gesundheitswirtschaft: 117.600 (2005)
davon sozialversicherungspflichtig: 96.432 (82%)

Beschäftigungswachstum 1999-2005:
7.000 sozialversicherungspflichtige Stellen

Jahresumsatz in der Gesundheitswirtschaft: 2,6 Mrd. €

Heilbäder und Kurorte: 21 (in NRW gesamt: 42)

Beschäftigte in der Gesundheitswirtschaft pro Einwohner: 18

Kontakt:

ZIG – Zentrum für Innovation
in der Gesundheitswirtschaft Ostwestfalen-Lippe

Jahnplatz 5
33602 Bielefeld

Tel.: 0521 . 32 98 60 - 0
Fax: 0521 . 32 98 60 - 49

info[at]zig-owl.de
www.zig-owl.de

Die Region Ostwestfalen-Lippe hat bereits seit Mitte der neunziger Jahre das Innovations- und Beschäftigungspotenzial des Gesundheitswesens als zukünftige Herausforderung aufgegriffen. Seit 1995 engagieren sich Wissenschaftler und Unternehmer für eine aktive Weiterentwicklung des Standortprofils als Gesundheitsregion. Damit wurden im bundesweiten Vergleich frühzeitig wichtige Impulse für eine sektor- und unternehmensübergreifende Zusammenarbeit in der Gesundheitswirtschaft gesetzt. 1999 wurde mit dem Zentrum für Innovation in der Gesundheitswirtschaft OWL (ZIG) eine Plattform zur Vernetzung geschaffen, die von über 30 Partnern aus Kliniken, Unternehmen und Hochschulen der Region als Public-Private-Partnership getragen wird. Die Partner arbeiten in konkreten Projekten daran, die Entwicklung innovativer Produkte und Dienstleistungen für die Gesundheit zu fördern und damit die Qualität der Versorgung zu verbessern. Das ZIG hat sich zum zentralen Ansprechpartner für die Regionalentwicklung und das Clustermanagement der Gesundheitswirtschaft in OWL entwickelt. Das ZIG ist vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW beauftragt, auch die landesweite Profilierung der Gesundheitswirtschaft zu unterstützen.

In einigen Schwerpunkten ist OWL besonders engagiert, dazu gehört eine Krankenhaus- und Kliniklandschaft mit international ausgewiesenen Spezialeinrichtungen, etwa dem Herz- und Diabeteszentrum NRW in Bad Oeynhausen oder dem Epilepsiezentrum Bethel in Bielefeld. Mit 21 Kurorten und Heilbädern ist OWL die stärkste Kur- und Heilbäderregion in NRW und verfügt damit über besondere Kompetenzen in Rehabilitation, Prävention und Gesundheitsförderung. Gründungen und neue Dienstleistungen entstanden u. a. in den Bereichen Frauengesundheit, Betriebliche Gesundheitsförderung, Ernährung, Telemedizin und Sportmedizin. Neben einer traditionell auf die Versorgung chronisch Erkrankter spezialisierten Gesundheitsversorgung gehören Wellness, Fitness und Lifestyle zum regionalen Profil. Der Region ist es gelungen, sich als Zentrum der Aus-, Fort- und Weiterbildung für die Gesundheitsberufe zu etablieren. Hochschulen und Bildungsträger bieten hervorragende Studien- und Forschungsschwerpunkte an, die explizit auf das Gesundheitswesen und die Gesundheitswirtschaft ausgerichtet sind.