Gesundheitswirtschaft Hamburg
Hamburg ist ein bedeutender Standort der Gesundheitswirtschaft. In quantitativer Hinsicht wird die wirtschaftliche Bedeutung der Gesundheitswirtschaft für Hamburg bereits an den Beschäftigtenzahlen deutlich:
In der Gesundheitswirtschaft arbeitet jeder achte Hamburger Beschäftigte. So waren im Jahr 2007 rund 105.000 Menschen im Bereich Gesundheitswirtschaft beschäftigt – davon allein 30.000 in den Hamburger Krankenhäusern. Die hier insbesondere im Versorgungsbereich verorteten Arbeitsplätze erweisen sich dabei als krisenfest, weil überwiegend lokale Bedarfe befriedigt werden.
Qualitativ und strukturell ergibt sich folgendes Bild: Der Versorgungsgrad mit medizinischen Leistungen ist in Hamburg sowohl stationär als auch ambulant hoch.
Mit seinen sehr gut strukturierten und hoch spezialisierten Krankenhäusern trägt Hamburg nicht unerheblich zur gesundheitlichen Versorgung der Bevölkerung im Hamburger Umland bei: Im Jahr 2007 kamen rund 28 % der hamburgischen Krankenhausfälle aus dem Umland und weiter entfernt liegenden Regionen. Davon kamen 25 % aus dem direkten Umland (17 % aus Schleswig-Holstein, 8 % aus Niedersachsen) und weitere 3 % aus anderen Bundesländern und dem Ausland. Dies spiegelt die Attraktivität des Medizinstandortes Hamburg und seine Versorgungsfunktion für die gesamte Metropolregion wider.
Ein Netz von Schwerpunktpraxen und Spezialpraxen (z. B. Onkologie, Diabetes, Schmerztherapie, Rheumatologie) ist auf die Behandlung von schweren Erkrankungen spezialisiert und bis weit über die Grenzen Hamburgs hinaus nachgefragt.
Die Vertragsarztdichte in Hamburg hat relativ stetig zugenommen. Im Jahr 2007 kamen 541 Einwohnerinnen bzw. Einwohner auf eine Ärztin bzw. einen Arzt. Hamburg hat mit Berlin und Bremen die höchsten Arztdichten in Deutschland (Quelle: BSG, Basisinformationen zur Gesundheit, 2009).
Bemerkenswert für den Standort Hamburg ist die Dichte namhafter Krankenversicherer mit Sitz in Hamburg.
Zudem profitiert die Gesundheitswirtschaft Hamburg in besonderem Maße von der gemeinsam von Hamburg und Schleswig-Holstein getragenen Strategie für das „Life Science Cluster Nord“ und der Life Science Region Hamburg und Schleswig-Holstein:
Im März 2009 hat die Freie und Hansestadt Hamburg gemeinsam mit der Handelskammer Hamburg in einem Public-Private-Partnership-Projekt die Gesundheitswirtschaft Hamburg GmbH gegründet, an der beide Gesellschafter je zur Hälfte beteiligt sind.
Diese Gesellschaft wird das Zentrum der Aktivitäten zur Stärkung der Hamburger Gesundheitswirtschaft bilden. Ihre Aufgabe als operative Einheit ist, gemeinsam mit den Hamburger Akteuren der Gesundheitswirtschaft die selbige in Hamburg zu fördern, Projekte zu initiieren und zu managen, Netzwerkarbeit voranzutreiben und so langfristig die Gesundheitsversorgung Hamburgs zu optimieren.
Hamburg blickt auf eine langjährige und erfolgreiche Kooperation sowie auf gewachsene Handelsbeziehungen seiner Gesundheitswirtschaft zum Ausland zurück. Dies gilt sowohl für den Export von Medizinprodukten und -geräten und Gesundheitsdienstleistungen als auch für die Behandlung von Patientinnen und Patienten aus dem Ausland in Hamburger Krankenhäusern sowie die Aus-, Fort- und Weiterbildung von ausländischen Ärztinnen und Ärzten, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und medizinischem Fachpersonal.
Zahlen, Daten und Fakten
Fläche: 755,264 km²
Einwohner: 1.777.373 (Stand 30. November 2008)
Anzahl der Krankenhäuser:
51 Kliniken mit 683 Betten pro 100.000 Einwohnern
Beschäftigte im Gesundheitsbereich: 100.000
Pflegeeinrichtungen:
177 (353 ambulante Pflegedienste mit 8.900 Mitarbeitern, 16.630 stationäre Plätze in Alten- und Pflegeheimen)
Beschäftigungswachstum: zwischen 5% und 10%
Niedergelassene Ärzte/ärztliche Psychotherapeuten:
über 3.256 (Stand 2007)
Niedergelassene Zahnärzte: 1.451 (Stand 2007)
psychologische Psychotherapeuten/Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten: 683
Kontakt:
Gesundheitswirtschaft Hamburg GmbH
Falkenried 88, Haus B
20251 Hamburg
Tel.: 040-47196-426
Fax: 040-47196-444
Maren.Kentgens@gwhh.de

