Gesundheitsregion Carus Consilium Sachsen

Die Gesundheitsregion trägt den Namen Carus Consilium Sachsen und erstreckt sich auf den Regierungsbezirk Dresden. Dieser gliedert sich in die Landkreise Bautzen, Görlitz, Meißen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge sowie die kreisfreie Landeshauptstadt. Die Gesundheitsregion Carus Consilium Sachsen projiziert sich auf eine geografische Region mit ca. 1,7 Mio. Einwohner, welche die medizinische Versorgung bereits heute vor große Herausforderungen stellt. Prognostiziert ist ein Rückgang der Bevölkerung von 7% bis zum Jahr 2020, der insbesondere im Bereich der ländlichen und jungen Bevölkerung zu erwarten ist. Bereits heute liegt die Zahl älterer Menschen über 65 Jahre 20% über dem Bundesdurchschnitt. Zudem erschwert Nachwuchsmangel die flächendeckende Sicherstellung der medizinischen Versorgung.

Die grundsätzliche Strategie der Gesundheitsregion besteht in der Antizipation von regionalen Notwendigkeiten im Bereich der Patientenversorgung, die Aktion anstelle der Reaktionen auf zukünftige Herausforderungen und die Implementation sowie bedarfsorientierte Nutzung der medizinischen Forschung in Behandlungs- und Therapiekonzepte. Durch die Etablierung integrierter Versorgungsketten soll es gelingen, Ebenen der Versorgung zu definieren, dem Patienten bedarfsorientiert barrierefreien Zugang zu ermöglichen und hohe Qualität der Versorgung auf allen Ebenen zu garantieren. So kann eine Verbesserung der Versorgungsqualität im CCS in Struktur, Prozess und Ergebnis mit den damit verbundenen Anforderungen der Verbindlichkeit, Nachvollziehbarkeit und Möglichkeit der Steuerung in verschiedenen Richtungen (Medizinische Qualität, Patientensicherheit, Kundenzufriedenheit, (Gesundheits) Ökonomie, gesundheitspolitische Parameter etc.) erreicht werden. Entwickelte regionale Lösungen sollen dabei Modellcharakter für andere Regionen haben. Dabei soll ein Mehrwert auf der Seite aller Kooperationspartner erreicht werden.

Für die Startkonzeption der Gesundheitsregion Carus Consilium Sachsen, welche sich um eine Millionenförderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung bemüht, wurden Forschungs- und Innovationsstärken der Region aufgegriffen und in Forschungs- und Entwicklungsprojekten (FuE) zu den Themen Krebs, Schlaganfall, Diabetes und Herzkreislauf, Demenz & Geriatrie, regionale Versorgungsformen, Osteoporose und seelische Gesundheit ausgearbeitet.

Grundsätzlich geht es dabei unter Beachtung der Strategie und der vertikalen Vernetzung um die Etablierung integrierter Versorgungsnetze mit der Definition von Versorgungsebenen, um dem Patienten bedarfsorientiert barrierefreien Zugang zu medizinischer Versorgung zu ermöglichen. Dabei gilt es, Qualität der Versorgung des Einzelnen und Patientensicherheit als Systemverantwortung zu erkennen, hohe Qualität der Versorgung auf allen Ebenen zu garantieren und dabei den Patientenfluss von einer zur anderen Ebene bzw. im System zu steuern (Abbildung 1). Pilotprojekte werden als Muster, die sich für ähnliche Fragestellungen eignen, auf der Basis der Antizipation von regionalen Notwendigkeiten im Bereich der Patientenversorgung, entwickelt und Konzepte transferabel gestaltet. Dabei soll ein nachweisbarer Mehrwert für alle leistungserbringenden Kooperationspartner geschaffen werden. Der Aufbau von Netzwerkstrukturen ist ein von Politik, Krankenkassen und Ärzteorganisationen seit langem geforderter Weg, der bisher nur unzureichend und punktuell umgesetzt werden konnte. Im Freistaat Sachsen besteht eine höhere Bereitschaft bzw. offensichtlich größerer Mut zur transsektoralen Zusammenarbeit als in anderen Regionen der Bundesrepublik – eine große Chance für die nachhaltige Sicherung und Verbesserung unserer Patienten in der Region.

Wir sind einzigartig durch eine kontinuierliche Beziehung zwischen dem System und dem Patienten; eine patienten- und bedarfsorientierte Versorgung; geteiltes Wissen und kontinuierlichem Fluss; durch evidenzbasierte Entscheidungen; Sicherheit als Verantwortung eines Systems; Transparenz; Antizipation von Notwendigkeiten; den Abbau von Redundanzen; intersektorale Kooperation.

Zahlen, Daten und Fakten

Einwohner: 1,7 Mio.

Fläche: ca. 7.931 km²

Bevölkerungsdichte: ca. 208 Einwohnern je km²

Initiator: Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, AöR, Dresden

Akteure der Region (Stand April 2009):
50 niedergelassene Fach- und Hausärzte, 44 Krankenhäuser der Region, 53 Wirtschaftsunternehmen, Verbände und Krankenkassen, 18 Institutionen aus Forschung und Bildung (TUD als Volluniversität mit 14 Fakultäten; Forschungseinrichtungen MPI, Leibniz, Fraunhofer)

Ärztinnen und Ärzte insgesamt:
ca. 14.000 berufstätige Ärzte/Ärztinnen; ca. 1.000 berufstätige Hausärzte

Kontakt:

Carus Consilium Sachsen GmbH

Geschäftsführerin: PD Dr. Andrea Morgner
Fetscherstraße 74
01307 Dresden

Tel. +49 (0) 351 458 5040
Fax +49 (0) 351 458 4318

andrea.morgner@carusconsilium.de
www.carusconsilium.de