Gesundheitsmetropole Ruhr

Marktplatz für Innovation und Investition

Think Big  Demografischer Wandel, medizinisch-technischer Fortschritt und ein steigendes Gesundheitsbewusstsein markieren für die kommenden Jahre in der Metropole Ruhr ein milliardenschweres Nachfragepotenzial an gesundheitsbezogenen Produkten, Technologien und Dienstleistungen.

Zahlen, Daten und Fakten

Einwohner: 5,3 Mio.

Krankenhäuser und Kliniken: 130

Beschäftigte in der Gesundheitswirtschaft: über 300.000

Medizinische Fakultäten: 3

Haus- und Fachärzte: 9.000

Pflegeheime und ambulante Dienste: 1.100

Besonderheiten:
Breites Reha-, Fitness- und Wellnessangebot, vitale technologische Gründerszene

MedEcon Ruhr Fokusthemen:

  • Spitzenmedizin & Forschung
  • Gesundheitstechnologien
  • Seniorenwirtschaft
  • Prävention
  • Gründung & Ansiedlung
  • Qualifizierung
  • Internationalisierung

Kontakt:

MedEcon Ruhr e. V.

Universitätsstraße 142
44799 Bochum

info[at]medeconruhr.de
www.medeconruhr.de

„Wir können Gesundheit.“ lautet das reduzierte und zugleich selbstbewusste Credo der Gesundheitswirtschaftsregion Metropole Ruhr. Mit rund 340.000 (Quelle: Wirtschaftsbericht Ruhr 2014, S. 42) Beschäftigten ist die Gesundheitswirtschaft mit Abstand der größte Arbeitgeber im Revier. Und in diesem Falle steht Masse auch für Klasse. So liegen die Wurzeln der heutigen Versorgungsdichte und der medizinischen Expertise in der gefährlichen „Maloche“ der Montanindustrie.

Die notwendigen Versorgungsstrukturen und das damit verbundene Know-how von einst wurden über mehr als ein Jahrhundert zu einer modernen Gesundheitsmetropole mit vielen spitzenmedizinischen Angeboten und beispielhaften Versorgungsverbünden weiterentwickelt (z.B. in den Bereichen Schlaganfall, Herzinfarkt, Teleradiologie). Den Kern markieren dabei die rund 103 Krankenhäuser, die zunehmend in leistungsstarken Verbundstrukturen mit mehreren Betriebsteilen und angeschlossenen ambulanten und geriatrischen Einrichtungen organisiert sind. Hinzu kommen rund 9.500 niedergelassene Ärztinnen und Ärzte, 1.300 Apotheken (Quelle: LZG, Gesundheitsindikatoren L6.21 Apotheken, NRW nach Verwaltungsbezirken, 2013, eigene Berechnung), 1.100 Pflegeheime und eine mit 6.500 Akteuren breit aufgestellte Unternehmenslandschaft (Quelle: Wirtschaftsbericht Ruhr 2014, S.11). Von der Biomedizin, über die Medizintechnik, die Healthcare-IT und die Gesundheitslogistik bis hin zu differenzierten Versorgungsangeboten reicht hier das Portfolio, das die Region heute zu einem attraktiven und leistungsstarken Handels- und Servicestandort mit einem Jahresumsatz von über 20 Mrd. Euro (Quelle: Wirtschaftsbericht Ruhr 2014, S. 42) macht.

In der Forschung reichen die Schwerpunkte von den biomedizinischen Grundlagen bis hin zur patientenorientierten Versorgung. Die Größe und Dichte der Region macht sie interessant für die Durchführung klinischer Studien, die Chancen sind vergleichsweise gut, schnell und unkompliziert an eine ausreichende Probandenanzahl zu kommen. Vor diesem Hintergrund erklärt sich auch, dass das Ruhrgebiet eine herausragende Position als Referenzmarkt und Pilotregion für neue Technologien und Dienstleistungskonzepte einnimmt.

Mit dem MedEcon Ruhr e.V. verfügt die Metropole Ruhr seit 2007 über einen Verbund, dem sich inzwischen 150 Einrichtungen aus Gesundheitsversorgung und -forschung, Zulieferindustrien und Wirtschaftsförderungen angeschlossen haben. Ziel ist es, durch standort- und sektorübergreifende Kooperationen das regionale Gesundheitsmanagement für die Menschen an der Ruhr zu verbessern. Zudem gilt es, Innovationen in Versorgung und Technologie zu fördern, um so die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Region zu stärken.

Exemplarische Projektschwerpunkte sind:

Im Rahmen der regionalen Themenpatenschaften steht die Metropole Ruhr aufgrund der dichten und gut vernetzten Versorgungslandschaft für den Schwerpunkt „Klinikwirtschaft“. Hierauf aufbauend entwickelt die Gesundheitswirtschaftsregion Metropole Ruhr auf Basis der bestehenden Kompetenzen für den Aufbau von „Verbundstrukturen für den LEITMARKT.GESUNDHEIT.NRW“ eine Innovationsplattform „Nutzerorientiertes Hospital Engineering“, in die NRW-weit relevante Akteure mit dem Ziel eingebunden werden, gemeinschaftlich innovative Projekte und Ideen für die Gesundheitswirtschaft hervorzubringen.

In regelmäßigen Workshops arbeiten Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Nutzergruppen von Technik im Krankenhaus mit Expertinnen und Experten aus Versorgung, Wissenschaft und Industrie an aktuellen Herausforderungen und innovativen Lösungen.

NRW-weite Symposien in den Jahren 2015 und 2016 unterstützten die Vernetzung der Akteursstrukturen innerhalb der landesweiten Innovationsplattform.

Ziel des im Rahmen des NRW Ziel 2-Aufrufs „Altersgerechte Versorgungsmodelle, Produkte und Dienstleistungen“ geförderten Projektes „GOLiATh: Geriatrische Onkologie – Lebensqualität durch individuelle Anpassung von Therapiekonzepten und Entlassmanagement“ ist es, geriatrisch onkologi-schen Patientinnen und Patienten ein umfassendes und individuelles Versorgungskonzept anzubieten. Durch ein effektives Case Management wird der Verlust der selbstständigen Lebensführung weitgehend vermieden und die Lebensqualität insgesamt gesteigert Unterstützung erhalten diese Ziele durch die Weiterentwicklung und Umsetzung einer informationstechnologischen Lösung.

Ausgehend vom Westdeutschen Teleradiologieverbund (TRV), der bereits 250 radiologische Kliniken und Praxen miteinander vernetzt, ist in den Jahren 2012 – 2015 in dem im Rahmen des Wettbewerbs „IuK & Gender Med.NRW (NRW Ziel 2-Programm 2007 – 2013 (EFRE)) geförderten Projektverbund

TeBiKom.Ruhr (www.tebikom-ruhr.de) eine Entwicklungsplattform für die telemedizinische Bilddatenkommunikation entstanden.

Im Projekt Medizinische Falldatenkommunikation in interoperablen Netzwerken – FALKO.NRW geht es bis Anfang 2019 darum, auf der Basis des etablierten TRV-Netzwerks  darum, nicht nur Bilddaten, sondern alle relevanten Falldaten zwischen Krankenhäusern und niedergelassenen Strukturen kommunizieren zu können. Dabei geht das Projekt von realen Verlegungs- und Konsilszenarien aus und erarbeitet die Kommunikationsszenarien am Bedarf. Die Einbindung der in NRW entstehenden EFA-Providerstrukturen (EFA = Elektronische Fallakte) bietet zusätzlich Potenzial für die Entwicklung einer flächendeckenden Kommunikationsinfrastruktur zur interoperablen telemedizinischen Falldatenkommunikation in Nordrhein-Westfalen. Das Ruhrgebiet ist mit vielen kooperierenden wissenschaftlichen, versorgenden und industriellen Einrichtungen auf dem besten Weg, sich in diesem immer wichtiger werdenden Segment der Gesundheitswirtschaft als führende Region und bedeutendster Referenzmarkt für die  Einführung von Gesundheits-IT zu etablieren.